Wieviel DPI als Gamer?

Es ist die Frage aller Fragen, wenn es um das Gaming geht. Egal welches Spiel, die DPI Einstellung der Maus ist etwas das stimmen muss. Ich erzähle euch hier von einer kleinen Reise bis hin zu meiner perfekten DPI Mauseinstellung und versuche euch dabei zu helfen eure eigene zu finden. Kurz vorneweg für alle Leser, die sich fragen: Was ist DPI?!

Die DPI Einstellung einer Maus steht für Dots per Inch und lässt sich frei als Empfindlichkeit der Maus übersetzen. Ihr könnt diese Empfindlichkeit unter den Windows-Mauseinstellungen verändern.

Empfehlen würde ich das allerdings nicht, da jede Gaming Maus eine eigene Treibersoftware hat, in der man die DPI für seine Maus in verschiedenen Stufen anpassen kann.

Wenn ihr die Windows-Einstellungen auf Standard lasst und nur mit der Treibersoftware arbeitet, dann gibt es kein durcheinander und ihr könnt die Einstellungen leichter auf andere Geräte übernehmen. Außerdem fallen dann auch vergleiche mit anderen Gamern, wie Streamer oder esport-Pro´s einfacher.

1.Warum ist die DPI Einstellung der Maus so wichtig?

Ich glaube dieser Punkt ist für jeden der schon mal an einem PC saß selbsterklärend. Egal ob zum Arbeiten oder zum Zocken, ist die Maus zu schnell schafft man es kaum ein Icon auf dem Desktop Präzise anzuklicken. Ist sie zu langsam braucht man dafür 10 Mousepads oder muss die Maus mehrfach anheben und absetzen.

Beides keine optimalen Voraussetzungen für Präzision beim Zocken. Daher sollte man sich frühzeitig um die perfekten Einstellungen kümmern, um sich schnell daran zu gewöhnen.

2. Wie viel DPI braucht eine Maus?

Es gibt Gaming-Mäuse die man auf 32.000 DPI stellen kann. Das mag ganz lustig sein, aber ich bezweifle, dass man damit irgend etwas zocken kann. Für mich persönlich würde eine Maus bis 2000 DPI ganz locker reichen.

Die maximale DPI einer Maus sollte also kein Kaufkriterium für euch sein. Viel wichtiger ist die Ergonomie, für dein Spiel ausreichende Tasten, und eine ordentliche Verarbeitung. Eine Auswahl geeigneter Gaming-Mäuse findest du unter 6.

3. DPI und Muscle Memory

Hier fangen wir langsam an übers Gaming zu reden. Dein „Muskelgedächtnis“ ist beim Zocken ebenso wichtig wie bei traditionellen Sportarten. Deshalb haben erfahrene Gamer immer die gleiche DPI. Zwar ändert der ein oder andere mal die Ingame Geschwindigkeit, in der Regel bleiben sie aber auf ihrem “gewohnten” Niveau. Das hat einen einfachen Grund: Bei genügend Übung prägt sich dein Muskelgedächtnis ein, wie weit sich deine Maus zu bewegen hat um eine 90, 180 oder 360 Grad Drehung im Spiel zu machen. Irgendwann kann man diese Bewegungen fast blind reproduzieren und ist dabei höchstpräzise. Das Muskelgedächtnis spielt auch bei Sportarten wie Dart eine große Rolle.

4. Die lange Reise zur perfekten Einstellung

Ich spiele schon sehr lange am PC, die beiden größten Genres sind für MOBA´s und First-Person-Shooter. Letztere habe ich allerdings sehr lange an der Konsole gespielt, weswegen meine Maus DPI am Anfang so gar nicht Shooter-gerecht war.

Das wohl größte MOBA ist League of Legends und dieses Spiel spiele ich seit Tag 1. League of Legends ist ein extrem schnelles Spiel, man muss nicht nur seinen Champion perfekt koordinieren, sondern auch stets Übersicht über das gesamte Spielgeschehen haben.

Bei der DPI Einstellung für League of Legends habe ich mich eigentlich nie an jemandem orientiert. Wichtig für mich ist, dass ich präzise mit dem ersten Click jeden Gegner treffe und die Kamera ohne große Mühe verschieben kann. Während ich Shooter aus dem ganzen Arm spiele, reicht für League of Legends das Handgelenk.

Meine Maus habe ich auf 1000 DPI eingestellt und Ingame befinde ich mich bei einer Mauszeigergeschwindigkeit von 50.

5. Die optimale DPI für Shooter

Aus irgendeinem Grund habe ich meine Maus DPI für FPS-Games am Anfang auf 1600 DPI gestellt. Ich wollte vermutlich das gleiche Handgelenk Handling wie bei Legaue of Legends.

Bestimmt gibt es irgendwo auf der Erde jemanden der mit 1600 DPI ein Shooter Gott ist, aber ich habe relativ schnell gemerkt, dass ich mit dieser DPI Mauseinstellung keine Konsistenz und Präzision in mein Aim bekomme.

Ständiges übersteuern des Fadenkreuzes und ein großes Auf und Ab in den Match Ergebnissen war die Folge. Also habe ich mir angeschaut wie richtig gute Spieler ihre DPI einstellen und mir ist relativ schnell aufgefallen, dass die meisten mit 400 DPI und manche mit maximal 800 DPI zocken.

Nun kann man versuchen von 1600 DPI auf 400 DPI zu wechseln, das führt aber nur dazu, dass man weder jemanden trifft noch sonderlich viel Spielspaß hat.

Deshalb habe ich die DPI Einstellungen Stück für Stück reduziert. 200 DPI alle 1-2 Wochen, je nachdem wie viel ich gespielt habe und wie sehr ich mich an die neue DPI gewöhnt habe.

Die Ingame Einstellungen habe ich dabei immer nur marginal angepasst. Nach einigen Wochen war ich dann bei 400 DPI angelangt. Dachte ich noch am Anfang wer kann denn so langsam spielen, frage ich mich heute wie mehr DPI möglich sind.

Man gewöhnt sich sehr schnell an die DPI Einstellungen und die Fortschritte die man innerhalb des Spiels macht sind sehr motivierend. Die Präzision mit dem Fadenkreuz steigt enorm in den tieferen DPI Ebenen und somit auch die Fähigkeit Gegner mit einem gezielten Headshot aus dem Spiel zu befördern.

Drehungen in jede Himmelsrichtung und somit auch gekonnte Flicks gehen in Fleisch und Blut über.

Ich Empfehle jedem für Shooter die 400 DPI-Marke anzupeilen, auch wenn man dann vielleicht ein neues, größeres Mousepad braucht. Ihr gewinnt viel mehr Kontrolle über das Spielgeschehen und das climben kann somit beginnen.

6. Gamingmaus Empfehlungen

Hier noch die Empfehlungen unserer Redaktion zu den Gamingmäusen mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.

Der Klassiker: Razer DeathAdder

Die Razer DeathAdder hat eine große Fangemeinschaft, und das auch zurecht! Sie liegt super in der Hand, ist sehr hochwertig verarbeitet und bietet eine klasse Haptik. Einziges Manko: Für MMO Gamer bieten sich nur zwei Seitentasten.  

Eine Maus fürs Auge

 

Die Roccat Kone AIMO Edition ist wahrlich eine Augenweide. Sie steht der Razer Variante in nichts nach und bietet darüber hinaus noch zahlreiche Seitentasten, die ihr mit hilfreichen Shortcuts belegen könnt.